In einer Handfläche liegt eine ausgegrabene Pflanze mit Wurzel

Die Kraft der Kräuter – unsere Rohstoffe

Kleine Pflanzen mit großer Wirkung

Das Wissen um die Kräutervielfalt, die in unseren heimischen Wälder und Weiden gedeiht, ist über die Jahre hinweg in Vergessenheit geraten. Eigentlich schade, denn die oft unscheinbaren Pflanzen liefern dem Körper wichtige Vitalstoffe, bergen heilsame Kräfte und liefern zudem ein köstliches Aroma für die Herstellung verschiedenster Köstlichkeiten in fester und flüssiger Form. In unserer Bergbrennerei möchten wir Kräuterwissen vermitteln und Bewusstsein für die heimische Pflanzenwelt schaffen.

Anbei eine Auswahl aus unserem Kräuterstadel, welches um die 65 verschiede Kräuter zählt.

Eine Person prüft einen mit Kräuteransatz befüllten Glasbehälter

Gelber Enzian

Der gelbe Enzian in den heimischen Alpen daheim. Er bevorzugt kalkhaltige Böden und Weiden. Der gelbe Enzian, im lateinischen als Gentiana lutea bezeichnet, wächst äußerst langsam, blüht erst mit etwa 10 Jahren und kann bis zu 60 Jahre alt werden. Seit dem Altertum wird ihm eine heiltuende Wirkung nachgesagt.

Einst von den Bauern als lästiges Unkraut angesehen, wird er nun wieder als Medizinalpflanze sehr geschätzt. Seine Pflanzenteile sind reich an Zucker und Bitterstoffen und werden eingesetzt bei Müdigkeit, Verdauungsstörungen u.v.m.

Eine Honigbiene sitzt auf einer gelben Arnikablüte

Arnika

Der echte Arnika gedeiht vorzugsweise in den Gebirgen Europas und steht unter Naturschutz. Durch Züchtung ist es mittlerweile gelungen, Arnika durch Feldanbau für medizinische Zwecke zu kultivieren. Das Wildvorkommen der echten Arnika Blumen kann dadurch geschützt werden.

Etwa seit dem 18. Jahrhundert wird die Arnikapflanze gegen Beschwerden und Krankheiten eingesetzt.

Die geschlossenen Blüten der Angelikawurzel

Angelikawurzel / Arznei-Engelwurz

Die Angelikawurzel, auch unter dem Namen Arznei-Engelwurz bekannt, ist eine in der Volksmedizin sehr gerne verwendete Pflanze. In unseren Breiten wächst sie bevorzugt auf feuchten Wiesen und nassen, nährstoffreichen Tonböden.

Verwendet werden hauptsächlich die unterirdisch liegenden Pflanzenteile der Angelikawurzel. Sie enhalten ätherische Öle und Bitterstoffe, die Appetitlosikeit, Magen- und Darmbeschwerden entgegenwirken. Das Öl, welches aus den Wurzeln und Samen gewonnen wird, ist Bestandteil von Bitterschnäpsen.

Blüten und Pflanzenteile vom Meisterwurz

Meisterwurz

Die Meisterwurz ist eine im Alpenraum verbreitete Heilpflanze. Sie gedeiht vorwiegend auf steilen Hängen und Gebirgswiesen sowie an Ufern von Gebirgsbächen und am Fußen von Felsen. Ihr Duft erinnert stark an Möhren und Sellerie.

Die Meisterwurz findet Anklang in der Volksmedizin und wird eingesetzt zur Wundbehandlung, bei Magenbeschwerden, Zahnschmerzen und bronchialen Leiden.

Die grünen Blätter der Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet und ist inzwischen auch bei uns heimisch. Sie bevorzugt nährstoffreiche, warme und trockene Standorte.

Die Zitronenmelisse wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet. Aus ihren Blättern werden Extrakte hergestellt, die in der Brennerei als Bestandteil für feinen Kräuterlikör dienen. Der Melisse werden beruhigende und verdauungsförderne Wirkungen nachgesagt. In der Volksmedizin wird die Zitronenmelisse auch zur Behandlung von Erkältungen und Kreislaufproblemen eingesetzt.